27.01.2014 - Das neue Chess Tigers Seminarjahr begann genauso wie das alte endete: alle Plätze waren besetzt und die Bewertung der Teilnehmer in den 12 Fragen umfassenden Feedbackbögen lag wieder unter dem angestrebten Durchschnitt von 1.50 auf der Skala 1 - 5. Mit den sehr erfahrenen GMs Michael Prusikin und Dr. Karsten Müller bereiten auch schwierige Themen Freude und vermitteln den Teilnehmern das Gefühl des unmittelbaren "Wissenszuwachs", vor allem dann, wenn Sie das Neuerlernte in ihren eigenen Partien angewendet haben. Die praktischen Übungen fordern die Teilnehmer bis zu ihren Grenzen und hatten diesmal durch die Teilnahme von IM Stefan Reschke, DWZ < 2300, einen besonders hohen Schwierigkeitsgrad, der die Teilnehmer ab DWZ 1500 immens forderte. Offensichtlich hatte die Anwesenheit von zwei weiteren A-Trainer-Kollegen des DSB - auch der neue Chess Tigers Trainer Christian Schramm war am zweiten Tag da - den Referenten bewogen, den Schwierigkeitsgrad auf der nach oben offenen "Prusikin-Skala" überproportional zu erweiteren, welches ihm in der Bewertung einiger Teilnehmer eine gewisse Kritik zur Frage "Schwierigkeitsgrad der Aufgaben" einbrachte, nicht ganz zu unrecht, wie ich meine. Aber schwere, fast unlösbare Aufgaben für einige, gehören einfach dazu, meinen auch die Fide-Trainer Artur Jussupow und Mark Droretzky. ein paar Bilder mehr & Feedbackergebnis ...
23.01.2014 - Diesmal gingen die Schönecker Schachfreunde Michael Stockmann und Sven Telljohann punktgleich mit 5,5 Punkten durchs Ziel. Nur die schlechtere Zweit-Wertung verhinderte den Sieg des in Bad Soden lebenden Stockmann. Eine Auftaktniederlage gegen den Startturnierleiter Schmitt verhinderte wohl seinen ersten Etappensieg. Auch der amtierende Chess960-Stadtmeister Klaus Schmitzer wollte in der 2.Runde mit Gewalt gewinnen, leider übersah er im Endspiel eine feine Kleinigkeit gegen den gleichen Gegner. Danach war aber der Gastgeber mit seinem Latein am Ende nachdem er ein vierzügiges Matt übersah und Remis anbot.
Telljohann zog wie üblich seine Kreise, musste aber gegen Stockmann eine empfindliche Niederlage in der vorletzten Runde quittieren und erreichte in der dritten Runde gegen Patrick Chandler nur ein Remis. Gespielt wurden dieses Mal die Startpositionen: 670 / 304 / 102 / 412 / 135 / 908 / 038. und noch mehr Informationen ... Zur Ausschreibung, Preisen, Ergebnissen und Tabellen
Chess960 2.Chess960-Rally an Patrick Chandler Mit den neuen Spielern IM Stefan Reschke, Patrick Chandler und Alejandro Montes Padilla (SC Bad Soden) am Start
18.01.2014 - "Das ist ein erstklassiges Training, um aus dem altbekannten Theoriefetischismus in den unbekannten Variantendschungel zu kommen. Die fundamentalen Schachbasis wird gefordert: wo gehören die Figuren hin, welche Bauernstruktur wird gefordert für das hocheffiktive Zusammenwirken aller Figuren? Die Gehirnleistung wird wieder aufs äußerste angeregt und die Spannung über den Ausgang der Partie regelgerecht ins unermessliche, besonders am Anfang der Partie, gesteigert. Das diese Form des Schachspiels nichts für konservative Eröffnungskönner und Variantenwiederholer ist, scheint klar zu sein, sondern eher etwas für Weltmeister vom Typ James Robert "Bobby" Fischer, Anatoly Karpow oder dem neuen Magnus Carlsen". So hören sich entweder Fanatiker und begeisterte Anhänger an oder doch nur strategische Neuerer! Die Teilnehmer Vater & Sohn Andreas & Samuel Weber, also Alt und Jung sind von dieser Art die Figuren zu bewegen angetan, ja sogar hellauf begeistert! Gespielt wurden dieses Mal die Startpositionen: 021 / 676 / 949 / 155 / 614 / 453 / 328. und noch etwas mehr .... Zur Ausschreibung, Preisen, Ergebnissen und Tabellen
07.01.2014 - Die bewährte Chess960-Turnierserie wurde pünktlich am 6.Januar 2014 um 19:00 Uhr gestartet. Einige Stammspieler waren zwar noch bei anderen Turnieren, wie z.B. beim Staufer Open in Schwäbisch Gmünd, Hastings oder Basel unterwegs, andere sind halt noch in den Weihnachtsferien, die dieses Jahr besonders spät enden am 12.Januar. Mit 10 Teilnehmern und dem "Gerademacher", bzw. Turnierleiter Hans-Dieter Post waren mit IM Sven Telljohann und FM Michael Stockmann auch schon richtig Qualität in der 1.Etappe des Turniers in der "B9" (Brunnenstr.9) im Chess Tigers Training Center in Bad Soden am Taunus. Besondere Anreize setzte der Veranstalter, neben den üblichen € 350,-, mit den zusätzlichen einzelne Etappenpreisen! Gespielt wurden dieses Mal die Startpositionen: 412 / 453 / 204 / 500 / 236 / 861 / 727. und ein paar Bilder mehr ... Zur Ausschreibung, Preisen, Ergebnissen und Tabellen
Chess960 Chess960 - nur für kreative Spieler geeignet? Der 1.Chess960 Club Frankfurt-Mainz hält zukünftig jeweils montags seinen Clubabend ab - 18:00 bis 19:00 Uhr Training - ab 19:00 Uhr bis Open-End Chess960-Turniere aller Art.
06.01.2014 - Ein regelmäßiges Angebot für Chess960-Anhänger und die, die es noch werden wollen, soll im ganzen Jahr in der "B9" Brunnenstraße Nr.9 stattfinden, ausgerichtet vom 1.Chess960-Club Frankfurt-Mainz und dem Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V. Lange sind wir schwanger gegangen mit dieser Idee, haben vor 4 Jahren den Club in Mainz gegründet, haben das Chess960 auf Zukunftsfähigkeit auf Herz und Nieren geprüft und sind zur Entscheidung gekommen, dass für einen elitären Zirkel jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die nächste Stufe zu zünden. Es ist nicht der erste "Flug zum Mond", sondern der nächste Schritt das Schach in die Zukunft zu bringen. Da denken wir in Schritten von 50, 100, 200 bzw. 500 Jahren. Aufgepasst: "Heute ist nicht der 1.April, sondern der Erscheinungstag der drei Könige, geeignet um Gold, Weihrauch und Myrrhe anlässlich eines besonderen Ereignisses zu überbringen. In genau zwei Stunden startet die 4.Chess960-Rally in der "B9" in Bad Soden am Taunus. In 12 Etappen wird der Schnellschach-Titel ausgespielt, diesmal zusätzlich mit attraktiven Etappenpreisen, Sieger und Zufallsgenerator entscheiden, sodass der Punktbeste einen Preis bekommt und der Teilnehmer aus dem Hut! ein paar Bilder mehr...
03.01.2014 - Zum Ausklang von 2013 fand im Training Center der Chess Tigers zum vierten Mal die Offene Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft statt. Dieses Mal sicherte sich FM Klaus Schmitzer mit sagenhaften 6,5 Punkten den alleinigen Sieg. Lediglich IM Sven Telljohann gönnte er einen halben Punkt und verwies den Schönecker auf den zweiten Platz. Auch im dritten Versuch, seinen Premieren-Titel aus dem Jahr 2010 zu wiederholen, scheiterte FM Igor Zuyev. Er wurde Dritter und wird es mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit 2014 wieder versuchen. Dazwischen liegt aber noch ein langes Schachjahr, in welchem es noch einige andere Chess960 Titel zu gewinnen gibt. Den Anfang macht schon am kommenden Montag der Beginn der 4. B9 Chess960 Rally. An diesem und den folgenden Montagen werden in der Brunnenstraße 9 (B9) in Bad Soden immer ab 19:00 Uhr insgesamt 12 Chess960 Turniere im Schnellschachmodus ausgetragen. Neben der Gesamtwertung lohnt es sich auch, auf Tagessiege zu spielen, denn der jeweilige Gewinner eines Turniers erhält einen hochwertigen Sachpreis. Am 25. Januar findet im SAALBAU Titus-Forum in der Frankfurter Nordweststadt die Chess960-Schnellschach-Einzelmeisterschaft 2013/14 des hessischen Bezirks 5 statt. Neben Ruhm und Ehre freuen sich 150,- Euro auf den Sieger. Weitere Informationen zu allen Turnieren und zahlreiche Bilder von der Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft finden Sie im folgenden Text. Hier geht's lang...
30.12.2013 - In diesem Jahr musste der neue Jahrgang der Chess Tigers Universität auch zu unserem Leidwesen später als gewohnt starten, dafür sind ab sofort von jedem der drei neuen Kurse die ersten fünf Lektionen verfügbar. Nach dem großen Zuspruch für die erste Serie hat GM Dr. Karsten Müller sofort zugestimmt, einen weiteren Endspielkurs zu verfassen, welcher auf den Vorgänger aufbaut und somit den Schwierigkeitsgrad merklich erhöht. GM Klaus Bischoff setzt seine erfolgreiche Serie "Nachspielen, Verstehen, Anwenden" ebenfalls fort, in welcher Partien aus der jüngeren Großmeisterpraxis analysiert und mit jeweils 10 Aufgaben zur praktischen Übung versehen werden. Co-Autor des Kurses ist in diesem Jahr FM Christian Schramm, der ein verstärktes Augenmerk auf Partien hoffnungsvoller Nachwuchsspieler haben wird. Abgerundet wird unser Kursangebot mit einem weiteren Grundschul Turbo. Zu allen Themen, die ein junger Schachspieler für eine erfolgreiche Karriere benötigt, stellt Mike Rosa pro Lektion 8 Aufgaben, mit welchen sich der Wissensstand prüfen und erhöhen lässt. Ferner bieten wir Ihnen zu den Kursen "Nachspielen, Verstehen, Anwenden - Folge 5" und "Grundschul 3 Turbo 1" zu jeder Lektion wieder den beliebten Partiesimulator an, mit welchem Sie auch online trainieren können. Ausführlichere Informationen zum neuen Jahrgang der Chess Tigers Universität erhalten Sie im folgenden Text. Hier geht's lang... Chess Tigers Universität - Überblick Chess Tigers Universität - Jahrgang 2013/14 Chess Tigers Universität - Probelektionen Ich will Chess Tiger werden! Mitgliederbereich
Seminare / Training GM Dr. Karsten Müller - Doppelturmendspiele Erneut ausverkauftes Seminar mit Teilnehmern aus der Schweiz, Australien, Dänemark und Österreich - Ruben & Lukas, zwei Chess Tigers Schüler auch mit von der Partie - Feedback-Bewertung!!
25.12.2013 - Die Schach-Weltmeisterschaft im November in Chennai hat das "Geschäft" von GM Dr. Karsten Müller wesentlich belebt. Ging es doch oft um das Unverständnis unter den Amateuren für den bis dahin amtierenden Weltmeister Viswanathan Anand, weil er das Doppelturmendspiel in der 5.Partie und das Turmendspiel in der 6.Partie nicht einfach remis halten konnte - die Endspielexperten Müller, Dvoretsky und viele andere mehr, beziehungsweise die brandneuen Engines Deep Fritz 14 und Houdini 4 aus dem Hause ChessBase, schüttelten nur den Kopf oder die MemoryBase, zeigten an vielen Stellen permanent 0.00, bis es dann Magnus Carlsen doch noch schaffte Vishy Anand vom richtigen Weg abzubringen. Spielen, spielen, spielen, aber zuvor Endspiele fleißig studieren und furchtlos die Partien bis zum Ende weiterspielen, scheint ein probates Mittel zu sein, welches etablierte Profis nicht mögen und fortgeschrittene Amateure aus der Fassung bringen kann - dabei ist diese Art Schach zu spielen völlig regelkonform! ein paar Eindrücke mehr ...
Nachrichten Frohe Weihnachten! - Kleiner Rückblick! Höhepunkt des Jahres war der WM-Kampf des Ehrenmitglieds Vishy Anand - der Königstiger lebt weiter und mit ihm seine Chess Tigers Familie
24.12.2013 - Im Chess Tigers Trainings Center konnte er sich mit seinen Trainern akribisch vorbereiten wie in seinen letzten WM-Kämpfen gegen Vladimir Kramnik im Jahre 2008 in Bonn, Vesselin Topalov 2010 in Sofia und Boris Gelfand 2012 in Moskau. Gegen seine nahezu gleichaltrigen Gegner konnte er stets klar, knapp oder im Tiebreak gewinnen. Diesmal in seiner Heimatstadt Chennai in Indien konnte er nicht seine Höchstleistung gegen den jungen Weltranglistenersten Magnus Carlsen aus Indien abrufen und verlor folgerichtig. Seine sehr guten Stellungen in den Partien 3 und 9 konnte er nicht verwerten und die Remisstellungen in den Turmendspielen der Partien 5 und 6 einfach nicht halten. Der junge Norweger - wurde am 30.11.2013 23 Jahre alt - nutzte diese Schwächen gnadenlos aus. Endergebnis 6,5:3,5, etwas zu hoch, aber nicht unverdient. Während des vorbereitenden Trainings von Juli bis Oktober in Bad Soden konnten unsere Montags- und Mittwochs-Schüler die Großmeister bei der Arbeit erleben und später auch den WM-Kampf mit ihren Trainern live mitverfolgen. ein paar Worte mehr....
27.11.2013 - Im Alten Posthof in Hattersheim fanden am Sonntag vor einer Woche die Main-Taunus-Schnellschachmeisterschaften der U8, U10 und U12 statt. Zu früher Stunde hatten sich zahlreiche Eltern aus dem Bett gequält, um den vermutlich schon längst munteren Nachwuchs pünktlich um 10 Uhr in den Vereinsräumen des SC 1979 Hattersheim am Brett sitzen zu haben. Kein Wunder, dass dann so gegen 10:30 Uhr erste Unruhe aufkam, weil noch immer nicht in allen Gruppen gespielt wurde. Druckerprobleme ließen sich erst nach mehreren Anläufen beheben, so dass man schließlich die Paarungen handschriftlich in die jeweiligen Räume lieferte. Gespielt wurde jeweils ein 7-rundiges Turnier im Schweizer System mit der Bedenkzeit 20 Minuten pro Spieler und Partie. Aus Chess Tigers Sicht lag die volle Aufmerksamkeit auf den insgesamt 10(!) teilnehmenden Kindern des SC Bad Soden. Der überwiegende Anteil wird nämlich vom Chess Tigers Training Center teils in der Schule, teils im Center und teils in beidem unterrichtet. Da Cheftrainer Hans-Walter Schmitt als Delegationsleiter des Teams Anand bei der Weltmeisterschaft im indischen Chennai weilte, übernahmen der Vorsitzende des SC Bad Soden Roland Bettenbühl und meine Wenigkeit die schachliche Betreuung. Um es vorweg zu nehmen, einen Podiumsplatz konnten unsere Jungs dieses Mal nicht erhaschen, dennoch verrät der Titel dieses Artikels, dass ihre Trainer nicht unzufrieden sind. In der U12 und der U10 mussten zwei Titelkandidaten leider absagen, doch Jan-Frederik Werndl (U12) und Alexander Beruda (U10) schlugen sich mit ihren vierten Plätzen sehr achtbar. Bei der U8 waren wir richtig stark vertreten, doch zu viele vergebene Elfmeter verhinderten letztlich mehr als "nur" gute Platzierungen. So richtig glänzend war jedoch das durch die Bank tolle und schon sehr professionelle Verhalten der Bad Sodener Spieler! Doch mehr dazu im weiteren Text... Hier geht's lang... Homepage MTSJ Homepage SC Bad Soden
22.11.2013 - Er hat es geschafft. Mit fast 23 Jahren ist Magnus Carlsen nicht mehr länger "nur" die Nummer 1 der Weltrangliste, seit heute 15:15 Uhr (MEZ) ist er auch Weltmeister. Mancher mag es als Pflicht ansehen, dennoch ist es bemerkenswert, dass Viswanathan Anand nach dem gestrigen Knockout nochmals die Motivation aufbrachte, in der heutigen Partie auf Sieg zu spielen. Gegen das norwegische 1.e4 antwortete der Titelverteidiger mit Sizilianisch, was Carlsen mit Rossolimo entschärfte. Wozu hätte er sich auch auf ein kompliziertes Handgemenge einlassen sollen? Natürlich bemühte sich Anand, das Spiel am Laufen zu halten und seinem Gegenüber Fallen zu stellen, doch letztlich behielt Letztgenannter die Nerven und erreichte ein etwas besseres Springerendspiel. Auch hier investierte Anand nochmals viel Zeit und Kraft, um das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden, aber nach nicht ganz 5 Stunden Spielzeit und 65 Zügen musste er sich ins Remis fügen und Carlsen zum verdienten WM-Titel gratulieren. Auch wenn sich die meisten Chess Tigers einen anderen Verlauf gewünscht hätten, geht unser ehrlicher Glückwunsch an den neuen Weltmeister. Bravo, Magnus Carlsen! Ein wahrer Champion! Endstand, Partien & Bilder... Offizielle WM-Seite Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
21.11.2013 - Ein böser Schnitzer beendete die neunte WM-Partie und damit vermutlich auch endgültig das Duell um den Titel. In einer hochgradig spannenden Schlacht versuchte Viswanathan Anand sein Bestes, irgendwie den Rückstand auf einen Punkt zu verkürzen, und es sah einige Zeit gar nicht schlecht aus. Beherzt griff der Inder am Königsflügel an, aber Carlsen blieb cool und pochte auf seinen Freibauern am Damenflügel. Als dieser letztlich zur Dame wurde, gab es nach ersten Analysen keine Chance mehr auf einen vollen Punkt für den Titelverteidiger. Vielleicht auch unter diesem Eindruck stellte Anand im 28. Zug die falsche Leichtfigur nach f1 und gab nach dem nächsten Zug des Norwegers auf. Damit fehlt Carlsen nur noch ein halber Punkt, bis er sich 16. Schachweltmeister der Geschichte nennen darf. Das könnte sich schon morgen ändern, und die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte im nahezu dreistelligen Prozentbereich liegen. Stand, Partien & Bilder... Offizielle WM-Seite Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
20.11.2013 - Völlige Desillusionierung oder festen Glauben haben, welchem Weg kann man einfacher folgen! Immer weiter, immer weiter... Oliver Kahns Devise nach schwersten Niederlagen, wie zum Beispiel beim Auswärtsspiel bei den "Roten Teufeln" in Kaiserslautern: Führung der Bayern zur Halbzeit mit 1:4, am Schluss hieß es 7:4 nach 6 Toren für den Aussenseiter erzielt ruckzuck hintereinander. Trotzdem "The Show must go on" und der amtierende Weltmeister Anand hat es nicht selbst in der Hand, er spielte bisher gut, aber ihm unterliefen zwei grobe Endspielfehler in den Partien 5 & 6, dass kann schon mal vorkommen, aber bitte nicht, wenn es um "alles" geht. Sein Herausforderer Carlsen machte zwar die ersten Fehler in den Partien 3 & 4, aber Vishy konnte sie nicht für seinen Kontostand nutzen - das macht den Unterschied bei diesem WM-Kampf. Gestern ging es mit Schwarz weiter, bei herrlichem Sonnenschein, letzte Chance, nein, nein, wieder ein wenig motivierendes Remis für die Anandfans? Aber, erst, wenn ein Spieler 6,5 Punkte hat, ist die Messe gesungen, vorher muss jeder Spieler "alles" geben und wirklich "alles" versuchen, auch wenn "alles" verloren geht. Vishy hat einen Plan! Fairplay und Respekt müssen ganz oben stehen und deshalb nehme ich Sie jetzt mit durch Chennai nach dem heftigen Monsun Regen mit Blitz und Donner der letzten Tage. Entspannen Sie sich, genau wie das A-Team, und morgen um 10:30 Uhr MEZ werden die Glocken geläutet ... mehr Informationen, viele Bilder von Chennai Website Zeit-online: "Nur aus Liebe zum Schach" Literaturpreis verdächtig von Ulrich Stock Website "Mate in Chennai" Eric van Reem Website "Anands Chennai Pictorial Report" großes Kino von Peter Doggers
19.11.2013 - Magnus Carlsen eröffnete die achte WM-Partie als Weißer mit 1.e4, doch die Hoffnungen der unzähligen Fans von Weltmeister Viswanathan Anand auf eine packende Sizilianisch-Schlacht wurde nicht erfüllt. Mehr noch griff der Titelverteidiger zur Berliner Verteidigung im Spanier und durfte sich nicht wundern, dass sein Gegner im Blitztempo die Züge runterspulte. Bald hatte Anand ausgeglichen, aber mehr war definitiv nicht drin. Zug um Zug tauschten sich die Klötzchen bis ins absolut ausgeglichene Bauernendspiel. Nach weniger als 1,5 Stunden war der Spuk auch schon vorüber. Somit führt Carlsen mit 5:3 vor dem morgigen Ruhetag. Am Donnerstag führt Anand die weißen Steine und hat hoffentlich mehr Zündstoff zu bieten als bisher. Stand, Partien & Bilder... Offizielle WM-Seite Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
18.11.2013 - Für Magnus Carlsen gibt es beim derzeitigen Stand der Dinge bei der Schachweltmeisterschaft keinen Grund, etwas zu ändern, und so war der Norweger auch in der siebten Partie bereit, ein Berliner Endspiel zu spielen. Erneut lehnte Viswanathan Anand mit d3 ab und suchte nach einem Ansatz, um auf Gewinn zu spielen. Aber der führende Herausforderer ließ nichts zu und erreichte bald eine völlig ausgeglichene Stellung. Aus diesem Stein konnte der Weltmeister wirklich kein Wasser pressen und so fügte er sich in eine Zugwiederholung. Damit führt Carlsen mit 4,5 zu 2,5 und hat bei 5 ausstehenden Partien natürlich beste Chancen, der neue Weltmeister zu werden. Am Dienstag darf er die weißen Steine führen, aber wie uns der bisherige Matchverlauf lehrt, muss das kein Vorteil sein. Das A-Team ist in Zugzwang und wird fieberhaft daran arbeiten, den Rückstand schleunigst zu verkürzen. Stand, Partien & Bilder... Offizielle WM-Seite Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
16.11.2013 - Viswanathan Anand wich im heutigen Spanier zwar der Berliner Mauer aus und erwischte Magnus Carlsen zudem mit einer frühen Neuerung, aber der Norweger löste die gestellten Probleme sehr souverän. Alsbald standen nur noch die Schwerfiguren auf dem Brett mit der etwas besseren Bauernstruktur für den Norweger. Das gipfelte letztlich in einem Turmendspiel mit Mehrbauer für Carlsen, welches er sich natürlich noch zeigen ließ. Alles deutete auf ein Remis hin, doch der Herausforder versuchte noch einen allerletzten Trick und ... gewann! Das ist aus Sicht des Weltmeisters natürlich eine Katastrophe. Er liegt nun 2:4 hinten, aber noch sind im Optimalfall 6 Partien zu spielen. Am Sonntag ist Zeit zum Kräfte sammeln, bevor am Montag 10:30 Uhr Partie 7 ansteht, in welcher Anand nochmals Weiß haben wird. Nutzen Sie doch die Zeit, um sich (mal wieder) auf "Mate in Chennai" umzuschauen. Unser Chess Tiger on Tour und Mitglied des Team Anands, Eric van Reem, hat neue Beiträge und Bilder veröffentlicht. Stand, Partien & Bilder... Offizielle WM-Seite Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere Marina Beach and the Chennai Feeling Eindrücke sammeln, Kontakte knüpfen, Chennai kennen lernen, Interviews geben, Wahrsagen lassen und das Riesenschachbrett austesten ...
16.11.2013 - Ein toller, unendlich langer Sandstrand mit ausschließlich indischem Publikum. Das Wasser sieht natürlich und sauber aus und ist typischer Weise mit gefährlicher Brandung und saugender Unterströmung ausgestattet. Es windet kontinuierlich und man fühlt die 28 Grad Celsius nicht, ein total angenehmes Klima hier im Winter. Einfach die Leute anschauen mit unserem indischen Fahrer ist dermaßen interessant, sodass man sich am liebsten den ganzen Tag am Strand aufhalten würde. Die Inder kommen aber meist erst am Nachmittag - so gegen 16:00 Uhr Ortszeit - und bleiben mindestens bis zum Einbruch der Dunkelheit, meisten aber auch lange danach. Es ist friedlich und ruhig hier, keine aufdringliche Hektik, Keine laute Musik, überaus freundliche Menschen, wobei viele geschäftstüchtig sind und mit den anderen via I-phone auch Gruppenbilder einfach austauschen wollen. Wir weißen Europäer sind natürlich etwas anders, am Aussehen leicht zu erkennen, aber wenn wir über das A(nand)-Team reden, sind wir gleich dazugehörige Einheimische, die auch jetzt für ihren größten Sohn der Stadt bereit stehen. One Mann, one Team, one Country, one Mission, ... den starken, jungen Wickinger zu besiegen, scheint nach dem Verlust der 5.Partie eine nationale Angelegenheit für den indischen Sporthero zu werden. mehr Informationen und viele Bilder... Website Zeit-online: "Carlsen ringt Anand nieder" von Ulrich Stock Website "Mate in Chennai" Eric van Reem Website "Chessvibes" mit Peter Doggers
15.11.2013 - Magnus Carlsen hat bei der Schachweltmeisterschaft 2013 mit einem Weißsieg in der fünften Partie die Führung übernommen. Aus der Eröffnung heraus, welche der Norweger heute mit 1.c4 begann, behielt er einen kleinen Endspielvorteil, auf welchen er in der Folge pochte, wie es nunmal seine Spezialität ist. Mit aktivem Spiel jedoch schien das Remis für Viswanathan Anand in greifbarer Nähe, aber dann leistete sich dieser einige Ungenauigkeiten. Das ist gegen einen Carlsen fast das Todesurteil, so auch heute. Als sich die Chance bot, erkannte dieser sie, rechnete alles aus und ließ die restlichen Züge nahezu á tempo folgen. Damit führt der Herausforder 3:2 und darf zurecht ein Mal kräftig Durchschnaufen. Zu lange wird er sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn nun erwartet ihn in Partie 6 und 7 gleich zwei Mal Schwarz! Zudem ist Anand längst dafür bekannt, Niederlagen ausgezeichnet verdauen zu können. Am Samstag ab 10:30 Uhr werden wir erleben, wie der Weltmeister sich zu revanchieren gedenkt. Stand, Partien & Bilder... Offizielle WM-Seite Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
14.11.2013 - Als heute der Herausforderer Magnus Carlsen aus Norwegen gegen den 15.Schach-Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien mit der Wahl seiner Verteidigung gegen den Native-1.e4-Spieler "Spanisch - Berliner Mauer" den 13.Schach-Weltmeister Garry Kimovich Kasparov an sein Waterloo gegen den 14.Schach-Weltmeister Vladimir Kramnik freundlich erinnerte, wurde klar, dass der "16.Schachweltmeister in Spe" Magnus Carlsen eine Gruß-Botschaft an die Schachwelt loswerden wollte: "Seht her, ich habe dem großen Meister deutlich gezeigt, dass ich seine prinzipielle Hilfe nicht mehr brauche, um meine Strategie für meinen Wettkampf in Chennai zu fokussieren". Hatte doch im Jahre 2000 der Russe Vladimir Kramnik mit dieser genial simplen Eröffnungswahl dem größten Schachspieler aller Zeiten den Schneid beim WM-Kampf in London abgekauft und ihn ohne einen einzigen Partiesieg mit 2:0 bei 13 Remis (da ist schon wieder die Kasparovzahl 13) nach Hause geschickt. Beim WM-Kampf 2008 in Bonn hat dann der amtierende Weltmeister Anand extra 1.d4 erstmals strategisch angewandt, um sich an dieser Beton-Verteidigung nicht gleichermaßen den Kopf, wie es dem "Widder-Mann" Kasparov erging, einzurennen. Dass der 22-jährige Carlsen schon ziemlich gut die WM-Match-Strategie versteht, dabei überhaupt nicht rechthaberisch wirkt, sondern die Verteidigungen der Weltmeister mit der Wahl Caro Kann und Spanisch "Berlin Wall" anwendet, beeindruckt viele Schach-WM-Experten. mehr Informationen, einige Bilder ... Website; Zeit-online "Die Geistermeister" von Ulrich Stock Website "Mate in Chennai" Eric van Reem Website "Chessvibes" Peter Doggers
13.11.2013 - Will Magnus Carlsen in den großen Fußstapfen des 14. Weltmeisters wandeln? Es macht beinahe den Anschein, denn die norwegische WM-Hoffnung griff heute tatsächlich zur berüchtigten Berliner Mauer, mit welcher Vladimir Kramnik anno 2000 Garry Kasparov vom Thron stieß. Natürlich jaulte die Fangemeinde in den Live-Chats umgehend auf und befürchtete ein langweiliges Remis, doch da opferte der heutige Weltmeister plötzlich seinen a-Bauern. Carlsen griff zu und bald stellte sich heraus, dass er gut daran getan hatte. Zumindest sahen sowohl die menschlichen Experten als auch die künstlichen Engines den Heausforderer gen Sieg marschieren. Allerdings erkannte GM Klaus Bischoff in seinem Live-Kommentar auf dem Server von ChessBase eine gewisse "indische Restschärfe". Mit einem zweiten Bauernopfer sicherte sich Viswanathan Anand genügend Spiel, um letztlich in einem sehr akurat vorgetragenem Doppelturmendspiel zu einem hart erkämpften Remis zu kommen. Das Säbelrasseln hat auf beiden Seiten deutlich zugenommen. Jeder hatte eine ausgezeichnete Chance, den ersten Sieg zu erzielen, musste aber auch ein Mal heftig ums Remis bangen. Welche Schlüsse diese beiden Ausnahmespieler daraus ziehen, werden wir erst am Freitag erfahren, denn am Donnerstag wird sich erholt und natürlich kräftig vorbereitet. Stand, Partien & Bilder... Offizielle WM-Seite Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)