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Chess Classic

Chess Classic Mainz 2005: Pressespiegel - Münchner Merkur Online

24.06.2005 - "U wie Unzicker?" -Der Münchner Schach-Großmeister feiert 80. Geburtstag


München - Der Schach-Meister weilte 1951 in Jugoslawien, um Simultanvorstellungen mit einer Urlaubsreise zu verbinden. Auf dem Heimweg sollte er nach Ljubljana fahren, um das jugoslawische Team mit nach Krefeld zu nehmen. Dort stand der erste Länderkampf nach dem Krieg an. Vom Bahnhof aus wollte der deutsche Nationalspieler im Hotel "Union" den ortsansässigen slowenischen Schachverband telefonisch von seinem Eintreffen in Kenntnis setzen. "Ich bin hier. Mein Name ist Unzicker", gab er durch die Leitung. "Wie?", schallte es zurück, "können Sie das bitte buchstabieren?" Wolfgang Unzicker: "U . . ." Woraufhin sich sein Gesprächspartner rückversicherte: "U wie Unzicker?" "Ich bin Unzicker.." Hartmut Metz im Münchner Merkur vom 24.6.2005

Der deutsche Vorkämpfer wurde am 26. Juni 1925 in Pirmasens geboren. Seinen 80. Geburtstag feiert der pensionierte Richter am Sonntag zusammen mit Gattin Freia, seinen drei Söhnen und deren Ehefrauen sowie drei Enkeln in München. Zu Ehren des Jubilars findet bei den Chess Classic Mainz am 9. und 10. August die "Unzicker Gala 80" statt. Zusammen mit dem 386-fachen deutschen Rekordnationalspieler treten drei Legenden an: Anatoli Karpow, Viktor Kortschnoi und Boris Spasski. "Ich freue mich darauf, mit meinen alten Freunden und Kollegen zusammenzutreffen", sagt der Jubilar.

Trotz seiner 80 Jahre spielt der Großmeister immer noch in der Oberliga beim SC Tarrasch München am ersten Brett. Ganz von den 32 Figuren will er auch nicht lassen. "Man muss sich bewusst sein, dass es in meinem Alter mit den Erfolgen vorbei ist", erläutert er die Philosophie, die ihm die Freude auf den 64 Feldern erhält. Unzicker verschrieb sich hauptberuflich der Juristerei: "Ich hatte nie das Gefühl, ich sollte Schach-Profi werden. Mir schien das im Westen zu unsicher. Zweitens wollte ich mein Leben nicht nur dem Schach widmen."

Trotzdem feierte er als zeitweilig weltbester Amateur schöne Erfolge. Den geteilten ersten Platz mit Spasski in Sotschi 1965, die Siege 1967 in Maribor und Krems sowie Bronze 1964 bei der Olympiade (Mannschafts-WM im Schach) in Tel Aviv zählt der rüstige Unzicker zu seinen "Turnieren, auf die ich stolz bin". Aber auch den geteilten vierten Rang mit Lajos Portisch 1966 in Santa Monica wertet der Münchner als eine seiner herausragenden Stationen. Zwar hinter Boris Spasski, Bobby Fischer und Bent Larsen, aber, "das war sehr wichtig, vor Weltmeister Tigran Petrosjan".

Mit zehn Jahren erlernte der kleine Wolfgang von seinem Vater, einem Gymnasiallehrer, das Spiel eher zufällig. Der Sohn wollte kein Außenseiter sein. Sein vier Jahre älterer Bruder, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront fiel, konnte es schon. Auch zwei gleichaltrige Freunde waren in den Sommerferien 1935 mit Feuereifer dabei. Dieses Umfeld spornte ebenso an wie die Besuche bei der Schach-Olympiade 1936 in München. Nach dem Krieg wurde Unzicker 1948 zusammen mit Fritz Sämisch als erster Deutscher ins Ausland gebeten. In Luzern belegte er Platz eins.

Die Karriere scheint dem Jubilar, der auch mit 80 noch als gewandter Redner fasziniert, günstig verlaufen zu sein - auch wenn man "nie zu hundert Prozent zufrieden ist. Wenn man überlegt, was für Schwächen ich hatte: Die rein strategische Ausnutzung von Vorteilen, die noch nicht ganz den Gewinn bedeuteten, gelang mir nicht. Vor allem Karpow holte das Letzte aus einer Stellung heraus", referiert Unzicker. Weltmeister, fällt der Richter ein gestrenges Urteil, wäre er auch als staatlich geförderter Profi nach sowjetischem Vorbild nicht geworden.
HARTMUT METZ

Datum: 24.06.2005 20:11 Uhr

Quelle: http://www.merkur-online.de/nachrichten/sport/aktuell/art277,407955.html

Hartmut Metz

Published by Gerhard Kenk

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