Chess Classic

Hikaru Nakamura Chess960 Rapid World Championship
GM Hikaru Nakamura – FiNet Open Sieger 2008
28.-30. Juli 2009, 18:30 Uhr, Rheingoldhalle Mainz

Information CCM9
Live-Portal
News
Eventüberblick
Ausschreibung
Turnierplan 1
Turnierplan 2
Ablaufplan Startzeiten
Plakat
Akkreditierung
Übernachtungsangebote
Siegerliste (.pdf)
Homepage Chess Tigers
14. GRENKELEASING
Rapid World Championship
Infos
Ergebnisse (.pdf)
Partien (.pgn)
6. Chess960
Rapid World Championship
Infos
Ergebnisse (.pdf)
Partien (.pgn)
8. FiNet Chess960 Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Kombinationswertung (.pdf)
Partien (.pgn)
16. ORDIX Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Kombinationswertung (.pdf)
Partien (.pgn)
Talentturniere U16
Plakat

3. Mini-Ordix Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Partien (.pgn)

3. Mini-FiNet Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Partien (.pgn)
5. Livingston Chess960
Computer WM
Infos
Ergebnisse (.pdf)
Partien (.pgn)
Exhibition
Simultan mit
Levon Aronian
Infos und Ergebnisse
Clubs & Accessoires
Gourmet Club
Kinder Club
Chess Classic Mainz
CCM Bildergalerie
Partiendatenbanken
Pressespiegel CCM7
Impressionen CCM6 (.pdf)
CCM Twitter Feed
CCM 2009
CCM 2008 | CCM 2007
CCM 2006 | CCM 2005
CCM 2004 | CCM 2003
CCM 2002 | CCM 2001
27. Juli - 2. August 2009 Rheingoldhalle, Mainz
Chess Classic Mainz 2009 (CCM9)
14. GRENKELEASING Rapid World Championship
GM V. Anand, GM L. Aronian, GM I. Nepomniachtchi, GM A. Naiditsch







     











  






  U29 OSG Baden-Baden
  U29 SC Vaterstetten
  U29 SC 1979 Hattersheim
  U27 SC Frankfurt-West
  U20 SF Deizisau
  U14 SF Kelkheim
  U11 SC Bad Soden
  U11 SF Stockstadt
  U11 SV Groß-Gerau
  U10 Chess Tigers Siegerland
  U10 Hamburger SK von 1830
  U9 SV Spk Grieskirchen
  U5 SC Bad Nauheim
  U5 SV Fortschritt OSchatz
  U5 SV Nürtingen
  U4 SVg 1920 Plettenberg
  U4 PSV Uelzen 1924
  U4 Schachmatt Weiterstadt
  U4 SF Kelsterbach
  U4 Sfr. Heidesheim
  U4 SK 1980 Gernsheim
  U4 TSG 1861 Grünstadt
  U4 Union Ansfelden
  U3 SK Bad Homburg 1927
  U2 Post-SV Memmingen
  U2 Üwh s.b.M. Braunschweig
  U1 Berthold-Martin-Haus
  U1 SKH GSS1 Schwalbach

  SV Jedesheim 1921
  SC Schalksm.-Hülscheid
  SV Hilden 1922
  SK 1929 Mainaschaff
  SV 1947 Walldorf
  SC Reutlingen
  SC Landskrone
  SK Doppelbauer Kiel
  SG Zürich
  TSV Schott Mainz
  SC Horben
  SF Heimersheim
  SC Werl 81
  SF 1876 Göppingen
  SF HN-Biberach 1978
  SC Springer Trittenheim
  SF Konz-Karthaus 1921
  SK Cham
  SG Siebengebirge
  SC Eckersweiler
  SV Marsberg
  SC Lahn/Limburg

  FiNet AG
  TaunusSparkasse

Chess Classic

Vishy Anand bleibt König von Mainz
Der Weltranglistenerste verteidigt den Weltmeistertitel im Schnellschach bei der GRENKELEASING Rapid World Championship souverän

04.08.2008 - Viswanathan Anand ist zum neunten Mal in Folge Schnellschachweltmeister geworden. Schon nach drei Partien führte er gegen Magnus Carlsen uneinholbar mit 2,5-0,5. Er siegte schließlich mit 3:1, denn die bedeutungslos gewordene letzte Partie endete schnell Remis. Es ist Anands insgesamt elfter Erfolg bei den Chess Classic, wobei er neun Mal in Folge gewann - eine einmalige Siegesserie im professionellen Schach.

Weltmeister Vishy Anand (r) siegt im Finale souverän gegen Magnus Carlsen

Das mit Spannung erwartete Finalmatch der GRENKELEASING Rapid World Championship verlief überraschend einseitig. Vishy Anand war dem norwegischen Wunderkind in jeder Beziehung überlegen. Vielleicht war Magnus Carlsen aber auch durch seine Anfangsniederlage geschockt. Anand brachte eine Neuerung in der Sizilianischen Drachenvariante, einer der Hauptwaffen des 17-Jährigen, der das Eröffnungssystem durch seine jüngsten Erfolge wieder in der Weltspitze rehabilitierte. Carlsen war jedoch nicht in der Lage, in der Schnellpartie adäquat auf die neue Idee Anands zu reagieren und verlor mit nur wenig Gegenwehr. Plötzlich lief alles wie am Schnürchen und der weiße Angriff schlug durch. Das typische Qualitätsopfer auf c3 blieb wirkungslos. Anand meinte in der Pressekonferenz gar, es sei bereits der entscheidende Fehler gewesen.

Sprengt alle Superlativen - Vishy Anand

In der zweiten Partie versuchte es Carlsen mit Katalanisch. Anand kam jedoch recht mühelos zu c5 und übernahm die Initiative. Um die taktischen Drohungen abzuwehren, musste Carlsen einen Bauern geben. Die Partie mündete in ein Damenendspiel, das jedoch leicht für den Inder gewonnen war. Anand führte schon vorentscheidend 2:0. So große Dominanz hätten wohl die Wenigsten erwartet.

Magnus Carlsen hatte zu diesem Zeitpunkt wohl keine großen Hoffnungen mehr. Vishy Anand ist lange genug Profi, um zu wissen, wie man mit den weißen Steinen ein Remis forciert. Der Inder spielte diesmal nach 1.e4 e5 2.Sf3 d6 das ruhigere 3.Lb5. Er erhielt eine sichere Stellung und baute seinen kleinen Vorteil mehr und mehr aus. Schließlich gewann er einen Bauern, doch im Endspiel versäumte der Weltmeister die stärkste Fortsetzung, weshalb er Remis bot. Carlsen konnte das Angebot schlecht abschlagen, wodurch der Champion schon nach drei Partien seinen WM-Titel verteidigt hatte. Die bedeutungslose vierte Partie endete mit einem Kurzremis.

Chancenlos gegen die Nr. 1 der Welt,
doch möglicherweise wird er es bereits bei der nächsten
Chess Classic wieder versuchen - Magnus Carlsen

Auch das Match um den dritten Platz war eine gute Show für die Zuschauer, die sich auch am Sonntag wieder zahlreich in der Mainzer Rheingoldhalle eingefunden hatten. Judit Polgar verlor in der Gruppenphase beide Partien gegen Alexander Morozevich und man musste das Schlimmste befürchten. Doch die beste Schachspielerin der Welt ging couragiert zur Sache und leistet dem Weltranglistenzweiten tapfer Gegenwehr.

In der ersten Partie konnte sie in einem Benoni allerdings kein dynamisches Gegenspiel entwickeln und litt an ihrem schwachen Damenflügel. Doch die etwas schlechtere Stellung verteidigte sie zäh. Zwar hatte Morozevich bald einen Bauern mehr, konnte ihn aber in der statischen Stellung im Endspiel nicht mehr verwerten.

Mit Glück und Geschick auf Platz 3 - Alexander Morozevich

Die zweite Partie war schwer verständlich. Polgar nahm zunächst einen isolierten Doppelbauern in Kauf und erhielt dafür etwas Spiel. Doch obwohl sie sich aus ihrer beengten Lage befreien konnte, blieb das Damenendspiel schwierig. Morozevich wollte aber zuviel und überzog die Stellung. Plötzlich hatte er zwei Bauern weniger und eine total verlorene Stellung. Doch nun griff die Ungarin fehl. Danach war das Damenendspiel laut Nalimovs 6-Steiner-Datenbank trotz zweier verbundener Freibauern nur Remis. Judit spielte zwar noch bis zum 146 Zug, stellte dann aber ihre Gewinnversuche ein.

In der dritten Partie ging Polgar mit Schwarz aufs Ganze. Sie opferte einen Läufer für langfristige Initiative. Das Opfer war zwar nicht korrekt, aber die messerscharfe Stellung, die daraufhin entstand, ist in einer Schnellpartie bei kurzer Bedenkzeit schwer zu spielen. Judit war in ihrem Element, denn sie erhielt einen gefährlichen Angriff. Der Moskovite wusste sich nur durch Rückgabe des Materials zu helfen. Im Endspiel agierte Judit nun mit dem Turm gegen zwei Figuren und Weiß war es, der nun seinerseits genau spielen musste, um das Remis zu forcieren.

Mit viel Mut aber ohne das nötige Fortune auf Platz 4 - Judit Polgar

Die letzte Partie entschied das Minimatch zugunsten von Morozevich, denn es gelang ihm mit dem Läuferpaar die Initiative zu übernehmen. Trotz eines Figurenopfers war es der Ungarin nicht mehr möglich, die Stellung noch zu halten. In der Pressekonferenz meinte Polgar, sie habe zum Schluss nicht mehr dieselbe Energie gehabt wie am Anfang. Der Russe entschied den Wettkampf durch den letzten Sieg der diesjährigen Mainzer Veranstaltung mit 2,5:1,5 für sich.

Mit den GRENKELEASING Rapid World Championship gingen die Chess Classic zu Ende. Und irgendwie war es wie immer: Nichts Neues aus Mainz, denn siegreich bleibt stets Vishy Anand.

Harry Schaack

Published by Harry Schaack / Mike Rosa

Dieser Artikel wurde 12831 Mal aufgerufen.


Copyright © 2015 Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V.