Chess Classic

Arkadij Naiditsch GRENKELEASING Rapid World Championship
GM Arkadij Naiditsch – Bester Deutscher
31.7.-2. August 2009, 18:30 Uhr, Rheingoldhalle Mainz

Information CCM9
Live-Portal
News
Eventüberblick
Ausschreibung
Turnierplan 1
Turnierplan 2
Ablaufplan Startzeiten
Plakat
Akkreditierung
Übernachtungsangebote
Siegerliste (.pdf)
Homepage Chess Tigers
14. GRENKELEASING
Rapid World Championship
Infos
Ergebnisse (.pdf)
Partien (.pgn)
6. Chess960
Rapid World Championship
Infos
Ergebnisse (.pdf)
Partien (.pgn)
8. FiNet Chess960 Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Kombinationswertung (.pdf)
Partien (.pgn)
16. ORDIX Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Kombinationswertung (.pdf)
Partien (.pgn)
Talentturniere U16
Plakat

3. Mini-Ordix Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Partien (.pgn)

3. Mini-FiNet Open
Infos
Teilnehmerliste
Paarungen und Ergebnisse
Partien (.pgn)
5. Livingston Chess960
Computer WM
Infos
Ergebnisse (.pdf)
Partien (.pgn)
Exhibition
Simultan mit
Levon Aronian
Infos und Ergebnisse
Clubs & Accessoires
Gourmet Club
Kinder Club
Chess Classic Mainz
CCM Bildergalerie
Partiendatenbanken
Pressespiegel CCM7
Impressionen CCM6 (.pdf)
CCM Twitter Feed
CCM 2009
CCM 2008 | CCM 2007
CCM 2006 | CCM 2005
CCM 2004 | CCM 2003
CCM 2002 | CCM 2001
27. Juli - 2. August 2009 Rheingoldhalle, Mainz
Chess Classic Mainz 2009 (CCM9)
Information
Anmeldung, Turnierplan, alle Nachrichten







     











  






  U29 OSG Baden-Baden
  U29 SC Vaterstetten
  U29 SC 1979 Hattersheim
  U27 SC Frankfurt-West
  U20 SF Deizisau
  U14 SF Kelkheim
  U11 SC Bad Soden
  U11 SF Stockstadt
  U11 SV Groß-Gerau
  U10 Chess Tigers Siegerland
  U10 Hamburger SK von 1830
  U9 SV Spk Grieskirchen
  U5 SC Bad Nauheim
  U5 SV Fortschritt OSchatz
  U5 SV Nürtingen
  U4 SVg 1920 Plettenberg
  U4 PSV Uelzen 1924
  U4 Schachmatt Weiterstadt
  U4 SF Kelsterbach
  U4 Sfr. Heidesheim
  U4 SK 1980 Gernsheim
  U4 TSG 1861 Grünstadt
  U4 Union Ansfelden
  U3 SK Bad Homburg 1927
  U2 Post-SV Memmingen
  U2 Üwh s.b.M. Braunschweig
  U1 Berthold-Martin-Haus
  U1 SKH GSS1 Schwalbach

  SV Jedesheim 1921
  SC Schalksm.-Hülscheid
  SV Hilden 1922
  SK 1929 Mainaschaff
  SV 1947 Walldorf
  SC Reutlingen
  SC Landskrone
  SK Doppelbauer Kiel
  SG Zürich
  TSV Schott Mainz
  SC Horben
  SF Heimersheim
  SC Werl 81
  SF 1876 Göppingen
  SF HN-Biberach 1978
  SC Springer Trittenheim
  SF Konz-Karthaus 1921
  SK Cham
  SG Siebengebirge
  SC Eckersweiler
  SV Marsberg
  SC Lahn/Limburg

  FiNet AG
  TaunusSparkasse

Chess Classic

Simultan mit Vassily Ivanchuk bei der CCM7
3 Plätze bei ebay jede Woche zu ersteigern

13.07.2007 - Am 13. August wird der Weltklassespieler und aktuelle Nr. 4 der FIDE-Weltrangliste, Vassily Ivanchuk, zur Eröffnung der Chess Classic Mainz 2007 ein Simultan an 40 Brettern geben, und Sie können das Ihrige tun, um sich einen der begehrten Plätze zu sichern. Bis zum 10. August versteigern die Chess Tigers in jeder Woche 3 Plätze an die Meistbietenden bei ebay. Immer freitags gegen 20 Uhr starten die Auktionen und gehen über 7 Tage. So ein Simultanplatz eignet sich beispielsweise auch hervorragend als Geschenk für den aufstrebenden Schachnachwuchs oder den Geschäftspartner, dem man mal etwas Besonderes bieten möchte. Die Chess Tigers freuen sich sehr, diesen genialen Schachspieler mal wieder bei den Chess Classic präsentieren zu können. Er wird nicht nur das Simultan geben, sondern sowohl das 14. ORDIX Open als auch das 6. FiNet Open mitspielen.

Vassily Ivanchuk

Vassily Mikhailovic Ivanchuk wurde am 18. März 1969 als Sohn einer Physiklehrerin und eines Juristen in Kopytschynzi (Ukraine) geboren, lernte Schach mit sechs Jahren von seiner Tante und gehört seit Beginn der neunziger Jahre zur absoluten Weltspitze im Schach. Er hat seitdem fast alles gewonnen, was es an wichtigen internationalen Turnieren zu gewinnen gab. Lediglich der Weltmeistertitel fehlt ihm noch in seiner Sammlung. 1991 heiratete Ivanchuk die russische Großmeisterin Alisa Galliamova und wurde Vater eines Sohnes. Inzwischen ist die Ehe allerdings geschieden.

Insgesamt drei Turniersiege gelangen ihm beim Superturnier im spanischen Linares. 1989, 1991 und 1995 hatten seine Gegner jeweils das Nachsehen. Bis heute hat Ivanchuk neben zahlreichen weiteren Turnieren wie beispielsweise Wijk aan Zee, Biel, Nowgorod und Tilburg in den Jahren 1988 und 1990 die Mannschafts-Olympiade mit der UdSSR und nach dem Zerfall der Sowjetunion 2000 den Mannschafts-Weltmeistertitel und 2004 den Olympiatitel mit der ukrainischen Nationalmannschaft gewonnen. Sein jüngster Erfolg ist der Gesamtsieg in seiner Heimat beim stark besetzten Aerosvit 2007 International Chess Tournament in Foros vor Landsmann Sergey Karjakin auf Platz 2 und Peter Svidler, Alexei Shirov, Loek van Wely und Alexander Onischuk auf dem geteilten 3. Platz.

Ivanchuk bei der Siegerehrung des Aerosvits 2007


Chess Classic

1998 sollte es zum ersten Mal seit längerer Zeit zum Aufeinandertreffen am Brett zwischen den „ewigen“ WM-Rivalen Garry Kasparov und Anatoly Karpov kommen. Doch Karpov bekam kalte Füße und sagte an seinem Geburtstag, dem 23. Mai, drei Wochen vor Beginn des Siemens Nixdorf Giants endgültig ab, worauf die Organisatoren nach einem würdigen Ersatz suchen mussten. Nachdem mit Kasparov, Anand und Kramnik die Nr. 1 – 3 der Weltrangliste an Bord waren, stand die damalige Nr. 4 der Welt natürlich ganz oben auf der Wunschliste des Veranstalters. Vassily Ivanchuk trainierte zu dieser Zeit gerade mit seinem Freund Andrei Sokolov im Elsass und war daher recht schwer aufzutreiben. Aber nachdem er gefunden war, sagte er erfreut spontan zu, und so kam das stärkstbesetzte Turnier aller Zeiten zu Stande: Elo-Schnitt 2781 / Kategorie 22, unglaubliches Staunen in der Schachwelt ob dieses Coups des damaligen Veranstaltungsneulings im Schachzirkus. Garry Kasparov im Kaisersaal des Frankfurter Römers auf die Frage: „Was bedeutet der Tausch Karpov gegen Ivanchuk für das Turnier?“, kurz und knapp: „Das Turnier ist stärker geworden!“ Im Turnier selbst erreichten dann Kramnik und Anand das Finale, und Kasparov und Ivanchuk spielten im kleinen Finale. Für Vassily ging damit ein Herzenswunsch in Erfüllung, befleißigte er sich vorher doch immer zu sagen, dass es drei Arten von Schach gibt: 1. Schach gegen normale Spieler, 2. Schach gegen Frauen und 3. Schach gegen Kasparov. Am Finaltag beim Frühstück kam er an den Tisch des Veranstalters: „Was bekomme ich, wenn ich Garry schlage?“ „Was Du willst, aber wenn Du verlierst, musst Du im ORDIX Open mitspielen!“ – was er dann auch nach der äußerst unglücklichen 2,5:1,5 Niederlage tat.

©Foto: Chess Tigers / Harald Fietz



Im Jahre 2000 spielte er dann zum letzten Mal bei der „Premiere der Top Ten“ in Bad Soden am Taunus mit, wobei er im Frankfurt Masters hinter Adams Zweiter wurde und ein spektakuläres 40er-Simultan in der Taunus-Sparkasse in Frankfurt-Höchst gab. Zuvor hatte Garry Kasparov schon ein Simultan im Kurhaus Bad Soden gegeben, an dem etliche Großmeister als Zuschauer anwesend waren, unter anderen auch „Chucky“, der dem Veranstalter einige 100,- DM Scheine unter die Nase hielt mit dem Wunsch: „Lass mich an Deiner Stelle mitspielen!“, worauf der verdutzte Hans-Walter Schmitt leicht geschockt entgegnete: „Da musst Du aber zuerst eine Gesichts-OP machen lassen, sonst wirft Dich Garry raus!“. Aber an dieser amüsanten Geschichte sei noch ein Mal verdeutlicht, wie wichtig ihm das Schach mit Weltmeister Kasparov war. Einen Tag später war er dann mit seinem Simultan dran. Im Normalfall hat der Simultangeber an allen Brettern die weißen Steine, doch Vassily betrat den Simultankreis, begrüßte alle in Deutsch und bot sämtlichen Spielern an, die unbedingt „Weiß“ haben möchten, das Brett zu drehen. Wobei gut ein Drittel dieses Angebot annahm und drehte. Worauf er süffisant bemerkte: „Aha, ihr ward also nicht mit Schwarz auf mich vorbereitet!“ und dann seine Arbeit in Gegenwart von 200 Zuschauern und zum Staunen des Vorstandes in der Schalterhalle der Taunus-Sparkasse aufnahm.

Und jetzt haben die Chess Tigers wieder diesen großartigen Spieler Ivanchuk bei der Chess Classic als Simultangeber am Montag, dem 13. August 2007, im Hilton Mainz, Goldsaal C + D, und als Open-Teilnehmer an Bord. Die neue Nr. 4 der Welt mit Elo 2762 in der FIDE-Juli-Liste ist der Star der Qualifikationsturniere, wovon er wenigstens eines gewinnen möchte, wobei alle gespannt sind, wie er beim Chess960 abschneidet.




„Chucky moments“

Neben seinem genialen Talent für das Schach und den tollen Turniererfolgen ist Vassily Ivanchuk allerdings auch für seine Nervenschwäche in entscheidenden Situationen bekannt. Besonders schlecht ist seine Bilanz in Matches mit nur einem Gegner. Dass er bis heute nicht Weltmeister wurde, rührt hauptsächlich daher. 2002 war der Titel gegen seinen Landsmann Ruslan Ponomariov im Finale der FIDE-WM zum Greifen nahe, doch seine Nerven streikten erneut. Ein Wenig rührt auch daher sein Spitzname „(Big) Chucky“. Man weiß nie so recht, woran man bei ihm ist. Die aktuelle Nr. 1 der Welt, Viswanathan Anand äußerte sich mal in einem Interview mit „The Indian Express“ wie folgt über den sympathischen Kollegen:

„Er ist jemand, der sehr intelligent ist ... aber Du weißt nie, in welcher Stimmung er gerade ist. An einem Tag behandelt er Dich wie einen lange verlorenen Bruder – am anderen Tag ignoriert er Dich völlig.“

„Die Spieler haben eine Bezeichnung für ihn. Sie sagen, er lebt auf dem „Planet Ivanchuk“. (Lacht) ... Ich habe ihn völlig betrunken ukrainische Reime singen sehen, und am nächsten Tag habe ich ihn eine beeindruckende Rede halten sehen.“

„Vor einiger Zeit hat er versucht, Türkisch zu lernen. Keine Ahnung warum! ... Jeder Tag mit ihm ist eine Überraschung.“
(Originalinterview in Englisch)

©Foto: Chess Tigers / Harald Fietz



Die Tatsache, dass Ivanchuk in seinen Partien oft minutenlang ins Leere starrt, obwohl seine Uhr läuft, und dann urplötzlich seinen Zug ausführt, sorgt seit je her für Aufsehen. Allerdings soll dieses scheinbar sinnlose Gehabe seine Begründung darin haben, dass sich der junge Ivanchuk selbst beigebracht hat, auch schwierige Stellungen ohne Ansicht des Brettes analysieren zu können. Besonders großer Beliebtheit erfreut sich Ivanchuk in der spanischen Stadt Linares, was nicht zuletzt an seinen insgesamt drei Siegen bei dem traditionellen Superturnier liegt. Nur Kasparov gewann dort öfter. Da kann es schon mal vorkommen, dass in einer Stierkampfarena nicht das gehörnte Rind und der Matadore im Vordergrund steht sondern der sensible Ukrainer. So jedenfalls berichtet Peter Svidler von einem Linares-Turnier. Gerade als der erste Stier das Zeitliche segnen sollte, ging ein Jubelschrei durch das Stadion, doch statt dem Matador zu huldigen lautete er: „I-van-chuk!“. Man hatte ihren Star entdeckt, und was rasch zur Mexikanischen Welle ausartete, ergriff sogar den Stierkämpfer selbst, der daraufhin in die Jubelarie einstimmte und seinen Kampf (nebst Tötung des Stieres) Ivanchuk widmete.

Neben vielen weiteren „Chucky moments“ erzählt der schottische Schachjournalist John Henderson beispielsweise von dem Intel Grand Prix 1994. Im Finale schlug Ivanchuk Vishy Anand und erhielt dafür bei der Siegerehrung einen werbewirksamen Papp-Scheck in deutlicher Übergröße. Er hielt ihn artig hoch, doch kurz nach der Siegerehrung sah man ihn alleine an der Bühne stehen und etwas unglücklich auf den Scheck starren. Schließlich rang er sich durch und versuchte, das sperrige Ding auf Brieftaschengröße zu falten. Ein Organisator des Turniers eilte herbei und rief ihm zu: „Nein! Nein, Chucky, der richtige Scheck ist in der Trophäe!“

Simultanplatz CCM7 bei ebay ersteigern

Mike Rosa

Published by Mike Rosa

Dieser Artikel wurde 6034 Mal aufgerufen.


Copyright © 2015 Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V.