
Mitte Juli wurde Ex-Weltmeister und Schachgenie Bobby
Fischer in Japan verhaftet. Der US-Amerikaner soll durch seine Teilnahme
beim WM-Rematch 1992 mit Boris Spassky gegen internationale Sanktionen
verstoßen haben und fiel dadurch bei den US-Behörden in Ungnade.
Mit dem gewonnenen Millionen - Preisgeld kehrte der heute 61 jährige
seinem ungeliebten Heimatlandes den Rücken. Die japanischen Behörden
kamen mit der Verhaftung einem Auslieferungsgesuch der USA nach.

Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurt Chess Tigers
e.V. Hans-Walter Schmitt bittet nun Innenminster Otto Schily sich für
Bobby Fischer einzusetzen. - im Angesicht seiner schachlichen Leistungen
sei ihm Gnade zu gewähren. Zumal auch die Gründe für
den Haftbefehl, das Unterlaufen des Embargos weder gegen geltende US-Gesetze
verstießen und zeitlich nach 12 Jahren überholt sind. Fischer
Vorfahren sind deutscher Herkunft - Grund genug auch für deutsche
Behörden zu handeln.
Der Amerikaner fiel in den letzten Jahren durch antisemitische
Äußerungen auf und begrüßte die Anschläge
des 11. September - doch diese religiösen und politischen, sicherlich
schwerwiegenden Verfehlungen sind nicht Gegenstand des Auslieferungsgesuchs.
Für Fischers Zukunft wäre hier in Deutschland
gesorgt. Die Verantwortung für Wohung und Lebensunterhalt würden
die Frankfurt Chess Tigers bei Asylgewährung gerne übernehmen.
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Bobby Fischer. Bitte erklären Sie Ihren Freunden die Situation
und sammeln Sie Unterschriften in Ihren Vereinen, Schulen, auf der Straße
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