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Pressekonferenz

von Eric van Reem und Axel Fritz

 

Unterhaltung und Kreatifität gesichert.

Die 10. Auflage der Chess Classic Mainz hat begonnen. Das Turnier startete als Open 1994, hatte seinen Höhepunkt im Jahre 2000, als die Top-Ten edr Weltrangliste sich in Frankfurt trafen, und ist gehört heute zu den wichtigsten Veranstaltungen der Welt. Zum dritten Mal nun findet das Turnier nunmehr in Mainz statt. Der 51jährige Hans-Walter Schmitt und Oberbürgermeister Jens Beutel holten das Turnier nicht nur von Frankfurt nach Mainz, sondern Schmitt legte auch den Schwerpunkt auf hochkarätige Duelle. Im Jahre 2001 gewann Vishy Anand ein enges Match gegen Vladimir Kramnik. Ein Jahr später gewann der Inder gegen den FIDE-Weltmeister Ruslan Ponomariow. Schmitt zu dem neuen Format: "Spielen Sie selbst und lassen Sie Ihre Familie, Freundin oder Kollegen geniessend zuschauen und Schach pur erleben!".

 

Schnellschach Match: Anand-Polgar

Quelle: Chess-International.de

In diesem Jahr fand der rührige Organisator Hans-Walter Schmitt eine in mehreren Hinsichten attraktive Gegnerin für den indischen Sportler des Jahres. Judit Polgar, die weltbeste Schachspielerin, Nummer 11 der aktuellen Weltrangliste der Männer und seit Jahren die Nummer eins der Frauen. Für den genialen Inder ist das Match ein Wettkampf unter Gleichen. "Ich fühle keinen besonderen Druck, gegen eine Frau spielen zu müssen. Dieses Denken in Kategorien lehne ich ab."

Judit Polgar, heute aus Budapest angekommen erklärte, dass sie die Partien Anands in kürzlich beendeten Turnier in Dortmund genau verfolgt hat. " Vishy hatte einen schlechten Start, aber er spielte danach sehr beeindruckende Partien. Ich mochte insbesondere sein Spiel gegen Bologan. Ich hatte Zeit mich vorzubereiten und habe hart gearbeitet. Vishy ist der Favorit, er hat die bessere Ratingzahl. Aber ich freue mich auf den Matchbeginn.

 

Chess 960 Schnellschachmatch: Leko-Svidler

Eine anderes, wichtiges Match wird morgen ebenso in Mainz ausgetragen. Peter Leko und Peter Svidler beginnen morgen Ihr Spiel um die Weltmeisterschaft in der Chess 960 Version. Sie treffen in einem 8 ründigen Schnellschachmatch aufeinander.

Hans-Walter Schmitt, einer der Chess960 Pioniere wiederholte seine Gedanken über die neue Art des Schach der Zukunft: “Warum verlassen so viele der begeisterten Schachspieler nach erfolgreichem Abschluß der Berufsausbildung, bzw. Studiums oder bei Gründung einer eigenen Familie die Schachspielergemeinschaft? Warum erlischt in diesem Lebensabschnitt scheinbar so abrupt das Interesse am eigenen Spiel und auch am öffentlichen weltweiten Geschehen dieser Sportart? Haben die für den Schachsport Verantwortlichen keine Angebote für "Wenigzeitinhaber". Warum basieren die Rating- und Wertungssysteme nur auf den langsam gespielten Partien, mindesten vier und maximal sieben Stunden lang? Jede Menge existentieller Fragen. Chess960 ist eine sehr gute Alternative, da auch Leute mit wenig Zeit, keine Zeit für Eröffnungsvorbereitungen verschwenden müssen.

Mit einem dramatischen Zweikampf zwischen Leko und Adams und dem Prominententurnier 2001, ebenso wie das erste hochkarätig besetzte Chess960 Open mit 34 Großmeistern und insgesamt 131 Teilnehmern 2002 wurde bewiesen, dass Fischers innovative Ideen auch in der Praxis umgesetzt werden können.

Peter Leko freut sich darüber wieder Chess960 spielen zu können. "Ich brauche mich nicht auf Eröffnungen vorbereiten, was sonst 90% meiner Zeit ausmacht. Hier kann ich konzentriert von Zug eins an meine Kreativität einsetzen. Ich mag das! Einige Startaufstellungen sind tückisch. Weiss auch im Chess960 in der Regel einen Eröffnungsvorteil. Es ist wichtig mit Schwazr zunächst auszugleichen und dann zu versuchen die Initiative zu ergreifen.

Sein Gegner, der russische Großmeister Peter Schwidler bestätigt das: "Ich denke es ist für Schwarz nie einfach. Auch ich mag es, mich nicht vorbereiten zu müssen. Der kreative Teil des Schachspiels ist viel intensiver." "Aber auch Judit und ich spielen nicht nur Computervarianten und werden uns bemühen attraktives und kreatives Schach zu spielen," wirft Vishy Anand ein.

Zuschauer, Sponsoren und Sportbegeisterte können das Weltklasseturnier in der Rheingoldhalle in Mainz live erleben.

 

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